Däumchen drehen am laufenden Band

30 Mrz

Das Interview führten wir mit Birgit N. und Ingrid S., ehemalige Mitarbeiterinnen im VEB Plauener Spitze.

„Als wir uns entscheiden mussten, welchen Beruf wir lernen, spielte eine Rolle, dass viele Verwandte schon bei der Plauener Spitze arbeiteten. Also hat man sich einfach auch darauf beworben. Das Werk war in der Naumburger Straße, wo jetzt Domäne drin ist. Wir haben dort die Ausbildung zum „Facharbeiter für Textiltechnik“ begonnen.“

Ingrid S. und Birgit N. über den Arbeitsablauf:

„Es gab drei Schichten in der Produktion und es gab eine Nacharbeit, die die hergestellte Spitze und Gardinen. Das war die Qualitätsendkontrolle. Als wir Kinder bekamen, sind wir aus der Produktion in die weniger anstrengende Nacharbeit versetzt worden. Dort die Spitzengardinen auf Fehler überprüft und haben fehlerhafte Abschnitte aus den Textilbahnen herausgeschnitten.“

„Manchmal fehlte das Material. Maschinen sind nicht gelaufen, weil Ersatzteile fehlten oder Garne fehlten. Wir saßen dann da und haben Däumchen gedreht oder gestrickt. Das Material fehlte. Es dauerte manchmal Tage bis die Produktion wieder anlief.“

(aw)

Advertisements

Kommentar abgeben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: