Verhältnis zu Vorgesetzten und Mitarbeitern

29 Mrz

Das Interview führten wir mit Martin H., ehemaliger Mitarbeiter im VEB Pumpen- und Gebläsewerk.

Der Zusammenhalt

Verhältnis zu den Vorgesetzten

„fast alle strenge Genossen“

Als Katholik im DDR Regime

„Ich bin überzeugter Katholik, schon von jeher gewesen und hab das auch versucht in der DDR als Jugendlicher, als Verheirateter und als Familienvater zu leben. Da hatte ich zu meinen Vorgesetzten, die fast alle strenge Genossen waren, einen gewissen Abstand. Die haben immer zu mir gesagt: „Mensch, Du bist so ein netter Kerl, so ein guter Kollege, so ein guter Fachmann, aber warum kommst Du denn nicht in unsere Partei? Da wurden dann auch harte Gespräche geführt, wo ich heute sagen kann „ich hab’s  gepackt!“. Ich hab denen immer Paroli bieten können und denen gesagt „ich mache meine Arbeit und bin immer Einsatzbereit“. Es gab dann auch so Fanatiker, mit denen man nicht so guten Kontakt hatte. Die haben mich auch nicht so gemocht, weil ich nicht in die Partei gegangen bin…

…aber…

…hatte keine Nachteile! Das muss ich immer wieder sagen. Die haben sich auch für mich eingesetzt, speziell die Betriebsgewerkschaftsleitung. Weil ich Vater von vier Kindern war, wurde ich immer berücksichtigt. Die haben immer gesagt, erst kommt der Martin dran, dass der mit seinen vier Kindern in den Urlaub fahren kann. Da kann ich mich nicht beklagen!“

Bespitzelungen

(ma)

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