Von Engpässen und Deutz-Motoren

23 Mrz

Die Produktion in der DDR hatte mit einigen Misständen zu kämpfen. So kam es in vielen Betrieben wiederholt zu einem Stopp der Produktion aufgrund von Materialmangel. Herr Andreas W. erinnert sich, dass sie dann an andere Brigaden „verliehen“ wurden. Das heißt, dass die Arbeiter in einer anderen Brigade ihre Arbeit als Schweißer, Schlosser etc. verrichteten. Als Disponent hatte Herr W. später tieferen Einblicke in diese Engpässe. Gefehlt haben so zum Beispiel bestimmte Blechstärken oder auch Rohre für Kranausleger. Diese wurden dann laut Andreas H. auch aus dem „kapitalistischen Ausland“ bestellt, da Firmen wie Mannesmann bessere Technologien besaßen, um hochfeste Baustähle zu ziehen. Allerdings bedurfte es guter Begründungen und viel Mühe einen solchen Ankauf aus der BRD genehmigt zu bekommen.

Lieferungen aus den kapitalistischen Ländern gab es aber auch aus anderen Gründen: „Wir haben von dort Material bezogen, zum Beispiel Motoren von Deutz. Denn wenn wir Kräne ins westliche Ausland geliefert haben, dann haben sie manchmal bestimmte Forderungen gestellt. Sie wollten zum Beispiel auf Kränen die Deutz-Motoren haben. Oder für eine Lieferung von Eisenbahn-Drehkränen nach Argentinien mussten wir eine spezielle Farbe für die Lackierung aus der BRD beziehen.“

(ls)

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