Firmenpoträt: Institut für Fördertechnik in Leipzig IFF

19 Mrz

1956 wird das Institut für Fördertechnik in Leipzig (IFF) gegründet. Es hat seinen Sitz in der Anton-Zickmantel-Straße in Großzschocher und entwickelt Tagebauausrüstungen und fördertechnische Anlagen, Krane und Aufzüge v. a. für die Braunkohlenindustrie und den Bergbau.

Zum 31. Dezember 1978 wird das Institut für Fördertechnik aufgelöst und zum 1. Januar 1979 wird es Teil des VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF Leipzig. Die Abkürzung TAKRAF steht für Tagebau-Ausrüstungen, Krane und Förderanlagen. Das Kombinat umfasst fast alle volkseigenen Betriebe der Branche, Zulieferbetriebe, kombinatseigene Forschungsinstitute und Projektierungsbüros. TAKRAF-Stammbetrieb und Sitz der Kombinatsleitung wird 1985 der VEB Verlade- und Transportanlagenbau „Paul Fröhlich“ (VTA) Leipzig.

Das ehemalige Institut für Fördertechnik wird zum wissenschaftlich-technischen Zentrum des Kombinats mit einem eigenen Werkstattbereich zur Produktion von Prototypen und Abteilungen für die Konstruktion, die mechanische Prüfung und die Prüfung von Statikunterlagen von u. a. Tagebaugroßgeräten. Daneben werden im wissenschaftlich-technischen Zentrum die Fachbereich-Normen für die DDR-Industrie festgelegt, die sog. Technischen Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen (TGL), die mit den DIN-Normen in Westdeutschland vergleichbar sind.

Am 1. Mai 1990 wird das Kombinat in die TAKRAF Schwermaschinenbau AG umgewandelt, die als Holding für die einzelnen volkseigenen Betriebe fungiert, die nun unter Regie der Treuhandanstalt reprivatisiert werden. Aus dem wissenschaftlich-technischen Zentrum entsteht die TAKRAF IFF GmbH, Institut für Fördertechnik und Fertigungsprozessgestaltung. Am 1. November 1992 löst sich die IFF Engineering & Consulting GmbH durch Management-Buy Out endgültig aus TAKRAF heraus. Firmensitz ist bis heute in der Anton-Zickmantel-Straße. (cs)

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Eine Antwort to “Firmenpoträt: Institut für Fördertechnik in Leipzig IFF”

  1. Drainspotter 30. März 2013 um 21:11 #

    Ergänzend sei bemerkt, daß es auch in Leipzig-Eutritzsch einen TAKRAF-Betrieb gegeben hat, die ehemalige Firma »Franz Mosenthin Eisenbaufabrik und Eisengießerei«. Nähere Ausführungen dazu finden sich hier.

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